Zu unserer 15. GöBUS-Sonderfahrt haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Erstmals fand unsere Tour weit entfernt von unserem üblichen Tätigkeitsgebiet statt – im südöstlichen bayerischen Voralpenland. Der Grund für diesen Ausflug nach Rosenheim liegt in der beruflichen Laufbahn unseres Wegbegleiters Julian Ehlers, der über ein Jahr bei der örtlichen VGR tätig war. Bei strahlendem Sonnenschein und angekündigten Temperaturen bis zu 28 Grad trafen wir uns am Morgen des 7. September 2024 um 09:30 Uhr am unüberdachten Bussteig 11 des Rosenheimer Bahnhofs.

Der Start unserer Rundfahrt mit unserem Kurzbus

Start & Überraschungen Der Tag begann mit einer Überraschung: Statt eines großen Reisebusses holte uns ein Solaris Alpino 8,9 LE ab. Dieser sympathische Kurzbus (M-RV 1539, Baujahr 2015) hat eine bewegte Geschichte über diverse DB-Töchter in Hessen, Mainz und Karlsruhe hinter sich, bevor er im Alpenvorland landete. Er brachte uns zur Außenstelle der Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO). Dort präsentierte uns der Fahrer den vielseitigen Fuhrpark für den Überlandverkehr: Vom „DreAchser“ bis zum Gelenkbus, von Hochflur bis Niederflur war alles vertreten, darunter Fahrzeuge von MAN, Mercedes-Benz und Setra – teils versehen mit großflächigen Werbungen wie für den Anbieter „1 Komma 5“.

Zu Gast bei VGR & Prechtl

Mit dem Solaris ging es weiter zur Verkehrsgesellschaft Rosenheim mbH & Co. KG (VGR), die den Stadtverkehr (ehemals Kroiss) betreibt. Hier war eigentlich der Einsatz eines MAN A 23 aus dem Jahr 2000 geplant, der jedoch technisch nicht einsatzbereit war. So wichen wir auf den RO-YS 59 aus – den ältesten dreitürigen MAN A 21 Lion’s City (NL 283) im Bestand (Baujahr 2012), der uns fortan als Tourbus begleitete. Zudem konnten wir zwei cremefarbene Mercedes-Benz O 530 Citaro LE mit österreichischer Postbus-Vergangenheit sichten, darunter Wagen 66 mit Werbung für die „Starbulls Rosenheim“. Unsere Route führte uns weiter entlang der Mangfallbahn nach Ostermünchen zu Busfahrten Herbert Prechtl. Nach der persönlichen Begrüßung wurde rangiert: Ein Highlight war der Ex-Postbus (RO-LL 2333), der auf der Matrix und mit einem Aufkleber bereits auf den Einsatz beim Rosenheimer Herbstfest hinwies. Farblich beeindruckte der lilafarbene Mercedes-Benz O 560 Intouro (RO-LL 1233), ein ehemaliger Vorführwagen aus dem Jahr 2017.

Zufallsbegegnung: Setra S 6

Idylle & Leberkäs-Pause Auf dem Weg in den Norden legten wir im beschaulichen Tattenhausen einen Fotohalt vor bayerischer Kulisse ein. In Schechen besuchten wir anschließend das Familienunternehmen Brüchmann Modern Reisen, wo wir unter anderem einen Mercedes-Benz O 530 Citaro Facelift Ü mit Logos der Deutschen Bahn sowie neuwertige Iveco Crossway LE ablichten konnten. Während einer Leberkäs-Semmel-Pause bei drückenden Temperaturen kam uns der Zufall zu Hilfe: Wir entdeckten einen Kässbohrer Setra S 6 der Firma Rottmayer GmbH aus Edling (Baujahr 1960). Wir durften den Oldtimer nicht nur von außen bewundern, sondern auch einen Blick in den liebevoll erhaltenen Innenraum werfen.

Finale bei Buschek & Herbstfest

Den Abschluss bildete der Omnibusbetrieb Gerhard Buschek in Haag. Hier durften wir dankenswerterweise selbst Hand anlegen und die Fahrzeuge für Fotos positionieren. Die Flotte, passend zum RVO-Auftragsverkehr überwiegend in Rot gehalten, bot echte „Langeisen“: Ein Setra S 418 LE (MÜ-GB 57, Baujahr 2018, ex Isenquelle) sowie ein Setra S 415 LE im neuen MVV-Verbundsdesign wurden abgelichtet. Nach der Rückkehr zum Rosenheimer Bahnhof verabschiedeten wir einen Großteil der Gruppe. Einige Teilnehmer ließen den Tag jedoch standesgemäß auf dem Rosenheimer Herbstfest bei einer gemeinsamen Maß Bier ausklingen. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ geht an alle beteiligten Unternehmen für die bayerische Gastfreundschaft und an Julian für die Organisation – diese 15. Jubiläumsfahrt vor der Alpenkulisse wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben!

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Fahrt!